Das stationäre Notstromaggregat steht am Unterwerk in Sarnen für den Ernstfall bereit.

Für den Ernstfall gewappnet

Versorgungssicherheit
Beim Unterwerk Sarnen sorgt ein neues stationäres Notstromaggregat dafür, dass bei einem Blackout der Strom für die eigenen Anlagen weiterläuft. Und im Krisenfall wichtige personelle Ressourcen frei werden.
1. April 2026
Text Celest Blank // Fotos EWO
01/04/2026 // 3 Minuten Lesezeit

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen abends zu Hause vor dem Fernseher und geniessen ihren Feierabend – und plötzlich wird es dunkel. Bei einem Blackout ist von einem Moment auf den andern der Strom weg. Ein Szenario, das jederzeit eintreffen kann. Auch in der Schweiz.

Wie der Akku beim Laptop

Um für den Blackout gerüstet zu sein, hält das EWO das gesamte Netz regelmässig instand und modernisiert laufend die Technik. Im Rahmen der Vorkehrungen für einen möglichen Krisenfall wurde im Unterwerk Sarnen ein neues stationäres Notstromaggregat in Betrieb genommen.

Fällt die Stromversorgung wegen eines Zwischenfalls aus, übernimmt zuerst die unterbruchsfreie Stromversorgung (USV). Sie hält die wichtigsten Anlagen übergangsweise am Laufen. «Das Prinzip ist gut mit einem Laptop vergleichbar», erklärt Daniel Zberg, Leiter Geschäftsfeld Netz. «Ziehen wir das Stromkabel, läuft er dank Akku weiter.» Genauso überbrückt im Unterwerk die USV den Ausfall, sodass Steuerungs- und Leittechnik in Betrieb bleiben.

Mehrere Tage Sicherheit

Bisher stellte die USV den Betrieb für rund zwei Stunden sicher. Würde sich ein längerer Blackout abzeichnen, müssten die EWO Fachleute zusätzlich ein mobiles Notstromaggregat ins Unterwerk Sarnen bringen, anschliessen und in Betrieb nehmen. Ein erheblicher Mehraufwand mitten im ohnehin hektischen Krisenbetrieb.

Das neue, fest installierte Notstromaggregat übernimmt diese Aufgabe automatisch und gewährleistet eine Autonomiezeit von mehreren Tagen. «Gerade bei einem Blackout ist die Zeit entscheidend», so Zberg weiter. «Je weniger wir manuell eingreifen müssen, desto besser halten wir die Energieversorgung im Hintergrund stabil.»

Mit dem UW Sarnen ist nun ein weiteres Unterwerk mit einem stationären Notstromaggregat ausgerüstet. So bringt das EWO im Notfall deutlich schneller wieder Licht ins Dunkel.

Artikel fachlich geprüft von
Daniel Zberg, Leiter Geschäftsfeld Netz,
am 1. April 2026

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