«Ran an den Speck»: Unter diesem Motto macht das EWO seine Energieberatung bekannt. Es könnte auch als Werbeslogan für Stutzer & Flüeler durchgehen. Wobei der Traditionsbetrieb weit mehr anbietet als nur Speck. «Bei uns bekommt man alles, was von einer Metzgerei erwartet wird. Und dazu viele selbst hergestellte Spezialitäten», sagt das Geschäftsleitungsmitglied Roman Emmenegger. «Das ist unser Markenzeichen, darauf sind wir stolz.» Der Betrieb setzt dabei auf Regionalität: Wo immer möglich bezieht er die Tiere aus der Region und verkauft das Fleisch zu einem grossen Teil wieder in Ob- und Nidwalden.
Kühlvitrinen, Rauchanlagen, Beleuchtung: Für den Betrieb der Filialen wie auch des Selbstbedienungsladens «Schlemmereggä» benötigt die Metzgerei eine beträchtliche Menge Energie. Und die kostet. «Als vor einigen Jahren die Preise an den Energiemärkten stiegen, haben wir uns vertieft mit unserem Energieverbrauch auseinandergesetzt», erzählt Roman Emmenegger. «Wir wussten, dass wir in unseren Ladenräumen viele Stromfresser haben, jedoch nicht genau, welche die grössten waren.» Deshalb entschied sich Emmenegger für eine Energieberatung des EWO. Bei der Analyse der Geschäftsräumlichkeiten hat sich rasch gezeigt, wo Sparpotenzial liegt. «Mit diesen Leuchten könnt ihr ja fast schon euer Fleisch braten›, meinte unser Berater», erinnert sich Emmenegger. «Erst da wurde uns klar, wie viel Wärme die Leuchten eigentlich abgaben.» Und um diese Wärme wieder zu reduzieren, war zusätzliche Energie erforderlich.
Wo verstecken sich Energiefresser im Unternehmen?
Roman Emmenegger, Geschäftsleitung Metzgerei Stutzer & Flüeler
Mit der Energieberatung Gewerbe unterstützt das EWO Unternehmen dabei, ihren Energieverbrauch nachhaltig zu optimieren. Das Angebot beinhaltet die vom Bund geförderte PEIK-Energieberatung. «Damit können KMU schnell und einfach das Sparpotenzial in ihrem Betrieb ermitteln», sagt Christian Ettlin, Leiter Vermarktung des EWO. Als Grosskundenbetreuer war er der persönliche Ansprechpartner von Roman Emmenegger und koordinierte die Energieberatung. «Energieeffizienz ist heute in aller Munde», sagt Ettlin. «Mit unserer Energieberatung wollen wir
unseren Kundinnen und Kunden Einsparmöglichkeiten aufzeigen.» Nach einem Erstgespräch analysiert der Energieberater die Verbrauchszahlen, begeht den Betrieb und erstellt einen Bericht mit konkreten Optimierungsvorschlägen. «Dieser Bericht zeigt auch, was die Massnahmen ungefähr kosten, welche Förderbeiträge möglich sind und nach welcher Zeit sie sich amortisieren», so Ettlin.
Was ist die PEIK-Energieberatung?
Einen der vorgeschlagenen Optimierungsschritte hat Stutzer & Flüeler mit dem Ersatz der Beleuchtung bereits umgesetzt. Andere konnte der Betrieb wegen externer Rahmenbedingungen noch nicht realisieren. So verhinderte zum Zeitpunkt der Beratung die Eigentumssituation des Firmengebäudes den Bau einer eigenen Photovoltaikanlage. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen geändert. «Eine eigene Anlage, eventuell mit Batteriespeicher, ist für uns definitiv ein Thema», sagt Roman Emmenegger. Die Energieberatung empfiehlt der Metzger gerne weiter. «Wir haben gelernt, genauer hinzuschauen», sagt er. «Denn es gibt überall unsichtbare Stromfresser, deren man sich gar nicht richtig bewusst ist.» So sitzt der Speck bei Stutzer & Flüeler künftig weniger im unnötigen Energieverbrauch, sondern dort, wo er hingehört: in der Verkaufstheke der Metzgerei.
Feines aus der Region
Im Schlemmereggä der Metzgerei Stutzer & Flüeler am Postplatz in Kerns gibt es täglich von 6 bis 22 Uhr hausgemachte Spezialitäten. Das Sortiment umfasst Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Brot sowie weitere regionale Produkte.
Zwischen Wurst und Fleischstücken geht es nicht nur um Qualität, sondern auch um Energieeffizienz: Roman Emmenegger (links) und Christian Ettlin im Austausch über die Erkenntnisse aus der Energieberatung für die Metzgerei Stutzer & Flüeler.
Artikel fachlich geprüft von
Christian Ettlin, Leiter Vermarktung,
am 29. September 2026
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