Wohnräume sollten nicht überheizt werden: Ein Grad Temperaturunterschied spart 6 Prozent Heizenergie. Als Richtwert gelten 20 °C in Wohn- und Aufenthaltsräumen, 23 °C im Bad sowie 16 bis 18 °C im Schlafzimmer und im Flur. Schliessen Sie Türen von wenig genutzten Räumen, damit die Wärme dort bleibt, wo Sie sich aufhalten. Und wenn’s trotzdem frisch wirkt: Einen Pullover anziehen – Naturfasern wie Wolle wärmen besonders gut.

Herbstzeit ist Ofen- und Vorratszeit. Backen Sie gerade Kuchen, Wähen oder Brot, lassen Sie die Ofentür geschlossen. Jeder Blick hinein kostet Temperatur und Energie. Auch nutzen Sie die Wärme besser, indem Sie mehrere Bleche nacheinander backen. Zudem kann der Ofen – wie übrigens auch der Herd beim Kochen – ein paar Minuten früher ausgeschaltet werden: Die Restwärme gart viele Gerichte problemlos fertig.

Im Herbst werden die Tage nicht nur kühler, sondern auch kürzer. Das Licht zu Hause brennt also länger. Setzen Sie Licht gezielt dort ein, wo Sie es brauchen, statt ganze Räume zu beleuchten. Steh- und Tischlampen schaffen zudem eine gemütliche Atmosphäre. Übrigens ist der Herbst auch eine gute Gelegenheit für ein Upgrade: LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als alte Glüh- oder Halogenlampen.

Holen Sie sich die Herbstsonne ins Haus und nutzen Sie ihre Wärme als kostenlose Energiequelle. Der Herbst bringt oft noch sonnige Stunden und hält warme Tage bereit. Öffnen Sie die Storen und Vorhänge, damit das Licht in die Räume fällt und sie aufwärmt. Sobald es dämmert, Vorhänge wieder schliessen – so bleibt die gespeicherte Wärme länger im Raum.

Artikel fachlich geprüft von
Paul Krummenacher, Leiter Energieeffizienz,
am 6. Oktober 2026
Sie haben energiereiche Fragen? Unser EnergieKompass hilft Ihnen gerne weiter.
