Der Bagger steht bereit, der Aushub ist markiert, die Arbeiten können beginnen. Doch bevor die Schaufel in den Boden greift, muss eine Frage bereits im Voraus geklärt sein: Was befindet sich eigentlich im Erdreich? Nicht alle Stromleitungen sind sichtbar. Freileitungen werden auf den ersten Blick erkannt, unterirdische Rohr- und Kabelanlagen hingegen nicht. Überall, wo Erdarbeiten stattfinden – ob in Gärten, unter Strassen oder auf Vorplätzen –, können Leitungen ganz nah sein. Wird eine davon beschädigt, kann das Folgen haben: von kostspieligen Bauverzögerungen über Sachschäden bis hin zu Stromausfällen oder sogar zu lebensgefährlichen Situationen.
Damit es nicht so weit kommt, gibt das EWO gerne eine Planauskunft. Die Fachpersonen kennen die Lage der unterirdischen Stromleitungen und unterstützen alle, die Grabarbeiten planen. Von Bauherrschaften über Planungsbüros bis hin zu Privatpersonen. Sie geben kostenlos Auskunft, markieren bestehende Rohr- und Kabelanlagen für die Bauzeit und vermessen neu verlegte Rohre, solange der Graben noch offen ist. Gerade Letzteres ist wichtig. Nur wenn neue Anlagen rechtzeitig erfasst werden, bleibt die Dokumentation des Stromnetzes aktuell. So ist auch Jahre später nachvollziehbar, wo Leitungen verlaufen und worauf bei weiteren Arbeiten geachtet werden muss.
Markus Huber weiss, wie die Leitungen verlaufen.
Wer Erdarbeiten plant, sollte sich deshalb frühzeitig beim EWO melden. Die Planauskunft kann direkt angefordert werden. Zusätzlich stehen die Unterlagen online über eine Datenbank (GIS Daten AG) zur Verfügung. Diese Möglichkeit ist jedoch kostenpflichtig. Egal, welche Option Ihnen zusagt, die wichtigste Regel bleibt: erst fragen, dann graben. Denn eine einfache Anfrage reicht oft schon, um Klarheit zu schaffen und gefährliche Situationen zu verhindern.
Bei Fragen sind unsere Fachleute unter der Nummer 041 666 51 25 oder per E-Mail unter gis@ewo.ch gerne für Sie da.
Artikel fachlich geprüft von
Markus Huber, Fachspezialist Netzinformationssystem,
am 1. Oktober 2026
Sie haben energiereiche Fragen? Unser EnergieKompass hilft Ihnen gerne weiter.

