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Neubau Hauptgebäude

Das EWO baut ein neues Hauptgebäude am bestehenden Standort in Kerns. Verfolgen Sie hier die Fortschritte des Bauprojekts und erfahren Sie spannendes rund um den Neubau.

Aus Alt mach Neu

Es geht voran: Im August beginnen die Bauarbeiter in Kerns mit dem Aushub für den neuen EWO Hauptsitz. Und bereits Ende Jahr steht der grösste Teil des neuen Fundaments.

Ist der alte EWO Hauptsitz abgerissen, steht dem Bau des neuen Minergie-Gebäudes nichts mehr im Weg. Der neue Hauptsitz wird ein Hybridbau aus verschiedenen Materialien, wie Bauleiter Stefan Baumgartner sagt. Zu Liftschächten und Treppenhäusern aus Beton kommt ein Holzelementbau mit Decken aus Filigranelementen. Die Fassade wird in Aluminium verkleidet.

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Moderner Bau auf bewährtem Fundament

Glücklicherweise müssen die Bauarbeiter nicht bei null beginnen. Beim Rückbau lassen die Abbrucharbeiter die Rohbaustruktur des Kopfbaus von 1970 stehen. Denn dessen Substanz ist noch in guter Verfassung. Auch Teile des Untergeschosses bleiben bestehen. Trotzdem ist es eine der ersten Aufgaben, eine Baugrube auszuheben. 11 000 Kubikmeter Erdmaterial holen die Bagger aus dem Boden, bevor die Bauarbeiter mit dem Bau beginnen können. Bis Ende 2021 sollen der Rohbau der Einstellhalle und die Treppenhäuser fertiggestellt werden. Dann steht alles bereit für den Holzelementbau. «Alles, was im Boden ist, wird dieses Jahr noch fertig», so Baumgartner.

Vom Holzbau auf die Baustelle

Für einen speditiven Aufbau setzen die Zimmerleute vorgebaute Holzelemente ins Gebäude ein. Doch hier liegt auch eine der Herausforderungen: Denn das Gelände bietet nicht viel Platz, um zu verbauendes Material zu lagern. Die Holzelemente sind erstens gross und zweitens viele an der Zahl. «Deshalb verarbeiten wir sie möglichst schnell, sodass sie keinen Platz versperren», sagt Bauleiter Stefan Baumgartner. Sorgfältige Planung und Koordinationsgeschick sind hier gefragt.

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Meilensteine

  • Mai 2021 – Spatenstich
    Mit dem Spatenstich am Freitag, 21. Mai 2021 startete der Neubau des Hauptgebäudes in Kerns. Mit Vertretern der Obwaldner Politik, dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung sowie dem Projektteam wurde die zweijährige Bauphase eingeläutet.
  • Frühling 2021 – Umzug ins Provisorium nach Sachseln
    Während der zweijährigen Bauphase in Kerns hat das EWO auf dem Gelände der ehemaligen Reinhard AG in Sachseln seinen vorübergehenden Hauptsitz.

  • Dezember 2020 – Positiver Verwaltungsrats-Entscheid
    Der Verwaltungsrat hat das Projekt und den Gesamtkredit bewilligt.
  • Dezember 2020 – Baubewilligung erhalten
    Die Baubewilligung für den Neubau des Hauptgebäudes wurde ohne Einsprache erteilt.
  • September 2020 – Ausschreibungen bzw. Submissionen
    Zwischen September und Dezember 2020 wurden eine erste Reihe von Ausschreibungen bzw. Submissionen durchgeführt. Da das EWO dem öffentlichen Vergaberecht unterstellt ist, muss es sich bei allen Ausschreibungen an das Submissionsgesetz halten.
  • August 2020 – Baugespanne stehen
    Nach etlichen Monaten Planungsphase stehen nun die Baugespanne für das neue Hauptgebäude in Kerns. Dank den Profilen ist sichtbar, was Neues entstehen wird. Die Baueingabe ist erfolgt. Jetzt steht bis Ende Jahr eine erste Reihe von Ausschreibungen an.

  • November 2019 – Provisorium Areal Reinhard AG in Sachseln
    Damit der Betrieb ohne grosse Einschränkungen während der Bauzeit gewährleistet werden kann, plant das EWO den Umzug in ein Provisorium. Das Areal der Reinhard AG Sachseln könnte als Zwischenlösung genutzt werden.
  • Januar 2019 – Siegerprojekt ausgewählt
    Nach der Einreichung von sieben Konzeptvorschlägen wurde das Siegerprojekt durch das Auswahlgremium gewählt. Den Zuschlag erhielt das Bauprojekt «EWOLUTION» der ARGE Durrer Bäbi Architekten GmbH & architektur3 ag in Kerns / Sarnen.
  • Dezember 2017 – Verwaltungsrat bewilligt Antrag
    In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Burch und Partner Architekten AG hat das EWO eine Projektstudie mit verschiedenen Varianten erarbeitet. Dabei resultierte den Antrag an den Verwaltungsrat mit der Variante «Komplettsanierung mit Um- und Anbauten», welcher gutgeheissen wurde.
  • Dezember 2015 – Startschuss für die Planung
    Der Startschuss für die Planung des neuen Hauptgebäudes fiel mit dem Entscheid des Verwaltungsrates.

Projektbeschreibung

Das EWO Hauptgebäude befindet sich am nördlichen Dorfrand von Kerns, im Übergang vom Dorfzentrum zum ländlichen Raum. Das bestehende EWO Areal wird neu strukturiert und nach Innen verdichtet. Das Hauptgebäude besteht aus mehreren Bauteilen, sogenannten Trakten, welche verschiedene Funktionen mit unterschiedlichen Anforderungen erfüllen.

  • Trakt A ist als viergeschossiger Kopfbau ausgebildet und enthält den Empfang mit Ausstellungs- und Besprechungszone im Erdgeschoss sowie Büros in den Obergeschossen.
  • Trakt B bildet mit Multifunktionsraum und Cafeteria im Erdgeschoss sowie der Netzleitstelle, Sitzungszimmern und Büros im Obergeschoss das Herzstück der Anlage.
  • Zwischen Trakt A und B befindet sich eine neue Erschliessungszone, von welcher aus sämtliche Gebäudeniveaus hindernisfrei erreichbar sind.
  • Trakt C ist der Logistiktrakt und enthält Lagerflächen und Werkstätten.
  • Parkierflächen sind auf drei verschiedenen Ebenen für Besucher, Mitarbeitende sowie Mannschafts- und Einsatzfahrzeuge angeordnet.

Beim Bauvorhaben handelt es sich um einen neubauähnlichen Umbau. Die bestehende Bausubstanz wird teilweise abgebrochen bzw. auf den Rohbau zurückgebaut und anschliessend mit Neubauten ergänzt und erweitert. Die Baukörper sind mit sich wiederholenden Elementen fein gegliedert, Vor- und Rücksprünge verleihen der Fassade zusätzliche Tiefe und brechen den Massstab. Materialisierung und Farbgebung sind zurückhaltend und vermitteln zwischen Tradition und Moderne.

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Visualisierung des neuen EWO Hauptgebäudes

Planergemeinschaft Roger Durrer architektur3 (RDA3)

Die Planergemeinschaft Roger Durrer architektur3 ist im Dezember 2018 mit ihrem Konzeptvorschlag als Siegerin aus dem Planerwahlverfahren hervorgegangen und begleitet das EWO von der Projektierung bis und mit Realisierung.

Die Planergemeinschaft Roger Durrer architektur3 (RDA3) ist eine Arbeitsgemeinschaft gebildet aus den beiden eigenständigen Unternehmen Roger Durrer Architektur GmbH und der architektur3 ag.

Die Roger Durrer Architektur GmbH wurde Anfang 2020 gegründet und hat ihren Standort in Sarnen. Roger Durrer, dipl. Architekt FH SIA ist im Team von RDA3 für das EWO Hauptgebäudes als Gesamtleiter zuständig.

Die architektur3 ag wurde Anfang 2012 von den drei Partnern Peter von Rotz, Martin Mathis und Stefan Baumgartner gegründet und ist an den beiden Standorten Kerns und Buochs vertreten. Im Team von RDA3 ist Peter von Rotz, dipl. Architekt FH der stellvertretende Gesamtleiter und Stefan Baumgartner, dipl. Bauführer SBA für die Realisierung verantwortlich. Komplettiert wird das Team durch engagierte und motivierte Mitarbeitende der architektur3 ag.

Haben Sie Fragen zum Bauprojekt?

Unser Projektleiter beantwortet gerne Ihre Fragen.

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Axel Primoschitz
Projektleiter Bauherr

Hintergrundinformationen

Bei einem Bauprojekt gibt es immer spannenden Informationen rund um das Projekt. Hier gibt es ein Blick hinter die Kulissen:

Nachhaltig bauen

Das neue Hauptgebäude des EWO entspricht dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS). Dabei ist es wichtig den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie in die Planung mit einzubeziehen und wer nach den Regeln des SNBS bauen will, der muss ganz bestimmte Kriterien erfüllen, zum Beispiel:

  • Rückbau aller Schadstoffe
    Schadstoffe in der bestehenden Liegenschaft in Kerns müssen gezielt entfernt, fachgerecht zurückgebaut und entsorgt werden.
  • Auflagen für Baumaterialien
    Ins Gebäude dürfen durch Baumaterialien oder Produkte keine neuen Schadstoffe eingetragen werden. Die Lieferanten müssen die entsprechenden Nachweise erbringen.
  • Bürotrakt erhält Minergie-A-Standard
    Ein Minergie-A-Haus hat eine positive Energiebilanz. Der Aufwand für Raumwärme, Wassererwärmung, Lufterneuerung, sämtliche
    elektrischen Geräte und die Beleuchtung muss durch selbst produzierte erneuerbare Energien gedeckt werden, zum Beispiel von
    der Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Weshalb ein neues Hauptgebäude?

Das bestehende Hauptgebäude (Baujahr 1970 und 1989) weist erhebliche bauliche Mängel auf. Vor allem im Bereich der Gebäudehülle besteht aus bautechnischer sowie energetischer Sicht Sanierungsbedarf. Mit der aktuellen strukturellen Veränderung zum modernen Energieversorger und der stetigen Entwicklung von neuen Dienstleistungsangeboten erhöht sich der Platzbedarf des Verwaltungsteils und zudem verändern sich die Anforderungen für effiziente Prozessabläufe.

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Das bestehende Hauptgebäude weist erhebliche bauliche Mängel auf und muss saniert werden.