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Neues Gesetz – neue Lösungen

Energieerzeugung
Mit dem neuen Stromgesetz ist mit einem weiteren Zubau erneuerbarer Energie zu rechnen. Der Leiter Geschäftsfeld Energie, Lukas von Moos, erklärt, welche Chancen und Lösungen sich aus diesen Herausforderungen ergeben.
3. März 2025
03/03/2025 // 4 Minuten Lesezeit

Herr von Moos, seit Anfang Jahr ist das neue Stromgesetz in Kraft. Ein Schritt in Richtung Energiezukunft?

Das neue Gesetz öffnet neue Wege und Möglichkeiten zur Produktion und zum Verkauf von erneuerbarer Energie. Das ist erfreulich, und das EWO unterstützt diese Entwicklung in jeder Hinsicht. Da die Regelungen in kurzer Zeit umgesetzt werden müssen, stehen wir Energieversorger vor einigen neuen spannenden Aufgaben, die uns derzeit intensiv beschäftigen. Auch der damit verbundene Zubau von Photovoltaikanlagen fordert uns enorm.

Erzählen Sie uns mehr davon.

Das Thema ist ziemlich komplex. Beispielsweise erstellen wir Lang- und Kurzfristprognosen, um den notwendigen Strombedarf unserer Kundinnen und Kunden zu ermitteln und zu beschaffen. Die Langfristprognosen werden schwieriger, da unter anderem mit dem Zubau von Photovoltaikanlagen neue Faktoren hineinspielen. In der kurzfristigen Sicht benötigen wir aufgrund der schwankenden Photovoltaikeinspeisung immer mehr Handlungsmöglichkeiten, um das System zu stabilisieren.

Welche Rolle spielt das Wetter?

Eine grosse. Herausfordernd sind beispielsweise wechselhafte Tage, wo die genaue Photovoltaikeinspeisung zu jeder Viertelstunde eines Tages schwierig vorherzusagen ist. Aber auch sehr sonnige Sommertage, an denen alle Anlagen zur gleichen Zeit viel Strom produzieren, haben ihren Einfluss. So ist viel überschüssige Energie im System, für die es jedoch keine Nachfrage gibt.

Was hat das für Folgen?

Die Preise für Rückvergütungen sinken. Gleichzeitig wird das Netz stark belastet. Damit es dieser Belastung standhält, muss das Kabel genug «dick» und jederzeit auf die maximale Kapazität ausgelegt sein. Das Netz auf diese Maximalkapazität auszubauen, wäre jedoch sehr ineffizient und kostenintensiv. Aus diesem Grund setzen wir auch auf alternative Lösungen, um das Netz und seinen Ausbau effizient zu gestalten und zu entlasten.

Wie sehen diese Lösungen aus?

Beispielsweise neue Stromprodukte und Preismodelle, die unsere Kundinnen und Kunden – mit oder ohne eigene Photovoltaikanlage – dazu animieren, ihren Stromverbrauch in die sonnenreichen Mittagsstunden zu legen. Oder innovative Produkte für die Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen, die zur Entlastung des Netzes beitragen.

Wann ist mit solchen Lösungen zu rechnen?

Wir prüfen derzeit verschiedene Modelle. In der nächsten Ausgabe des EWO Pur im September 2025 werden wir diese Themen ausführlich vorstellen. Unser Team ist derzeit stark gefordert – aber wir stellen uns dieser Aufgabe mit grossem Engagement.

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