Wo verlaufen welche Leitungen? Wie ist das Stromnetz aufgebaut? Und wo kommt eine Trafostation zu stehen? Auf all diese Fragen kennen Barbara Spichtig und das Team der Netzplanung die Antwort. Seit 32 Jahren plant Spichtig beim EWO als Elektrozeichnerin Energienetz die Strominfrastruktur. Ob Leitungen, Trafostationen oder Verteilkabinen – ihre Pläne bilden die Grundlage für zahlreiche Projekte. «Wir planen die Infrastruktur so, dass der Strom heute und auch in Zukunft zuverlässig dort ankommt, wo er gebraucht wird», sagt sie. Mindestens ebenso wichtig ist es, das Wissen nachvollziehbar festzuhalten. «Mein Job ist dann richtig gemacht, wenn ich die Informationen in den Plänen so festhalte, dass sie für meine Kolleginnen und Kollegen klar nachvollziehbar sind.» Insbesondere, damit das Netzteam und der Pikettdienst im Störungsfall richtig reagieren können.
Stillstand kennt Barbara Spichtig bei ihrer Arbeit nicht. Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, folgt bereits das nächste. Sie plant neue Trafostationen dort, wo Siedlungs-, Industrie- und Gewerbegebiete wachsen und der Strombedarf steigt. Gleichzeitig verantwortet sie den Umbau oder die Verlegung bestehender Anlagen, etwa wenn neue Gebäude entstehen oder Sicherheitsanforderungen angepasst werden müssen. «Bei meinen Arbeiten muss ich immer einen Schritt vorausdenken. Leitungen werden wo möglich in den Boden verlegt, und das Stromnetz wird laufend optimiert», erklärt sie. Zudem sind die Pläne entscheidend, um diverse Bewilligungen einzuholen. Bei Bedarf erstellt sie im Auftrag der EWO eigenen Werkstatt auch Zeichnungen für spezielle Teile, die im Leitungs- und Stationenbau eingesetzt werden. Ausserdem unterstützt sie andere Geschäftsfelder bei Planungsaufgaben, so etwa im Bereich der Wärmeverbund- und Kraftwerksanlagen. Diese Vielseitigkeit begeistert Barbara Spichtig bis heute. Technik, Präzision, räumliches Vorstellungsvermögen und der stetige Wandel der Energieversorgung machen ihren Beruf besonders spannend.
Barbara Spichtig ist die Architektin des Stromnetzes. Sie plant und dokumentiert die Obwaldner Netzinfrastruktur.
Bereits als Barbara Spichtig ihre Lehre absolvierte, war die Spezialisierung auf das Energienetz ein aussergewöhnlicher Berufsweg. Geeignete Nachfolgerinnen oder Nachfolger zu finden, ist anspruchsvoll. Gerade deshalb ist es wichtig, Talente früh zu erkennen, gezielt zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden. Genau hier setzt die Arbeit von Brigitta Berchtold an. «In Menschen zu investieren, macht ein Unternehmen stark und zukunftsfähig», sagt die Personalfachfrau. «Unsere Mitarbeitenden sind das Herz des EWO und die Grundlage für eine sichere Energieversorgung.» Damit das auch in Zukunft so bleibt, investiert das EWO mit EWO FUTURE gezielt in den eigenen Nachwuchs. Das Programm fördert junge Talente, eröffnet Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern neue Perspektiven und schafft neue Ausbildungsplätze in der Region. «Mit EWO FUTURE leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens», sagt Brigitta Berchtold.
Brigitta Berchtold begleitet die Entwicklung des EWO seit 24 Jahren. Sie begann als Direktionsassistentin, heute ist sie hauptsächlich als Personalfachfrau tätig. Die Geschäftsleitung unterstützt sie weiterhin in ihrer Assistenzfunktion. Entsprechend kennt sie das Unternehmen sehr gut – und alle 120 Mitarbeitenden persönlich. «Bei den meisten habe ich schon das Bewerbungsgespräch geführt», erzählt sie schmunzelnd. Das Persönliche steht für Brigitta Berchtold an erster Stelle. Deshalb verlässt sie sich bei der Rekrutierung nicht allein auf Lebensläufe. «Ein überzeugendes Bewerbungsschreiben lässt sich heute mit KI problemlos erstellen. Entscheidend ist deshalb der persönliche Austausch», betont sie. «Erst dann zeigt sich, ob jemand zum Unternehmen und ins Team passt.» Empathie, Flexibilität und Menschenkenntnis gehören für Brigitta Berchtold genauso zum Beruf wie Fachwissen. «Mir sind die Menschen ans Herz gewachsen», sagt sie. «Wenn ich dazu beitragen kann, dass sich unsere Mitarbeitenden bei uns wohlfühlen und sich weiterentwickeln können, erfüllt mich das sehr.» Besonders freut sie sich, wenn Mitarbeitende nach ihrem Austritt zum EWO zurückkehren. «Dann wissen wir: Unsere Unternehmenskultur überzeugt.»
Ein gutes Team entsteht nicht von selbst: Brigitta Berchtold begleitet die Mitarbeitenden und fördert ihre Entwicklung.
Eine dieser Mitarbeiterinnen ist Melanie Enz. Nach ihrer KV-Lehre beim EWO sammelte sie wertvolle Berufserfahrung bei anderen Unternehmen. Nach der Familiengründung kehrte sie vor rund drei Jahren in einem Teilzeitpensum als Kundenbetreuerin zurück. «Ich habe meine Lehrzeit in sehr guter Erinnerung behalten», erzählt sie. «Als diese Stelle frei wurde, wusste ich sofort, dass ich wieder im EWO arbeiten möchte.» Die Möglichkeit, Familie und Beruf zu verbinden, machte den Wiedereinstieg zusätzlich attraktiv. Für sie war die Rückkehr auch ein Wiedersehen mit vielen vertrauten Gesichtern und einem Arbeitsumfeld, das sie bereits aus der Lehrzeit kannte. «Es fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen», sagt Melanie Enz. «Das zeigt mir, dass ich am richtigen Ort bin.»
Ob persönlich am Empfang, am Telefon oder per E-Mail: Für viele Kundinnen und Kunden beginnt das EWO mit Melanie Enz. Als erste Anlaufstelle beantwortet sie Fragen zu Stromrechnungen, bearbeitet Umzugsmeldungen und vermittelt Anliegen an die zuständigen Fachpersonen weiter. «Nicht alle wissen auf Anhieb, wer beim EWO für welches Thema zuständig ist», sagt sie. «Dann ist es meine Aufgabe, die Menschen mit der richtigen Ansprechperson zu verbinden.» Gerade in einer zunehmend digitalen Welt ist ihr der persönliche Kontakt wichtig. «Eine Rechnung oder ein Schreiben beantwortet nicht alle Fragen», erklärt die Kundenbetreuerin. «Im Gespräch kann ich Sachverhalte erläutern, Missverständnisse aus dem Weg räumen und die Menschen dort abholen, wo sie stehen.» Dafür brauche es Geduld und die Fähigkeit, auch in hektischen Situationen ruhig zu bleiben. «Für mich ist wichtig, dass die Menschen verstehen, weshalb etwas so ist. Wenn sie das Unternehmen mit Klarheit statt mit offenen Fragen verlassen, habe ich mein Ziel erreicht.»
Die drei Frauen und ihre Funktionen zeigen: Jede Aufgabe ist ein wichtiger Teil des Ganzen. Eine sichere Stromversorgung entsteht erst im Zusammenspiel unterschiedlichster Fachpersonen, die gemeinsam dafür sorgen, dass in Obwalden zuverlässig Strom fliesst.
Sie ist die erste Anlaufstelle: Melanie Enz beantwortet Fragen, vermittelt weiter und sorgt dafür, dass Anliegen am richtigen Ort ankommen.
Artikel fachlich geprüft von
Brigitta Berchtold, Personalfachfrau und Assistentin der Geschäftsleitung,
am 16. September 2026
Das EWO als Arbeitgeber
Als Arbeitgeber legen wir Wert auf ein respektvolles und zielorientiertes Miteinander. Unsere Mitarbeitenden tragen und gestalten die Zukunft des Unternehmens aktiv mit. Das fördern wir mit fortschrittlichen Anstellungsbedingungen, einer marktgerechten und leistungsorientierten Lohnpolitik, aber auch mit einer breiten Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten.
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