Elektrofahrzeuge des Elektrizitätswerks Obwalden als Teil der EWO Klimastrategie zur Reduktion der Treibhausgasemissionen.

«Wir sehen uns in einer Vorbildfunktion»

Nachhaltigkeit
Mit seiner Klimastrategie hat sich das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) 2021 das Ziel gesetzt, bis 2028 klimaneutral zu werden. Gezielte Massnahmen sollen die Treibhausgasemissionen des Unternehmens reduzieren. Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erklärt im Interview, welche Verantwortung das EWO übernimmt und wie die Klimastrategie umgesetzt werden soll.
29. November 2021
Interview Simon Eberhard // Foto Samuel Büttler Photographie
29/11/2021 // 4 Minuten Lesezeit

Interview über die EWO Klimastrategie

Thomas Baumgartner ist Vorsitzender der EWO Geschäftsleitung und die treibende Kraft der Klimastrategie.

Herr Baumgartner, weshalb braucht das EWO eine Klimastrategie?
Wir sind der Meinung, dass heute jedes Unternehmen seine Verantwortung im Klimabereich wahrnehmen muss, indem es die eigenen Treibhausgasemissionen reduziert. Als öffentlich-rechtliches Unternehmen, das dem Kanton und den Gemeinden gehört, sehen wir uns zudem in einer Vorbildfunktion. Nicht zuletzt, weil wir auch selbst direkt vom Klima abhängig sind, beispielsweise in der Wasserkraftproduktion.

Was muss man sich konkret unter der Strategie vorstellen?
Unser Ziel ist es, 2028 klimaneutral zu sein. Wir haben uns dabei bewusst für einen Termin entschieden, der nicht in weiter Ferne liegt. Unsere Strategie setzt nun die Leitplanken und definiert, in welchen Bereichen und mit welchen Massnahmen wir in den kommenden sechs Jahren unsere Emissionen senken.

Wie sehen diese Massnahmen aus?
Wie sehen diese Massnahmen aus? Die erste wichtige Massnahme haben wir mit dem Neubau des EWO Hauptgebäudes in Kerns bereits initiiert. Der Bürotrakt erhält den Minergie-A-Standard und deckt mit selbst produzierter Energie alle Aufwände des Gebäudes ab. Den Gewerbetrakt erbauen wir im Minergie-Standard.

Thomas Baumgartner lädt ein Elektrofahrzeug vor dem EWO Gebäude in Sachseln.

Im Rahmen seiner Klimastrategie elektrifiziert das EWO seine Autoflotte, wie Thomas Baumgartner im Interview erklärt.

Welche Massnahmen planen Sie in der Elektromobilität?
Unsere Firmenflotte umfasst rund 60 Fahrzeuge, von denen bereits 12 elektrisch sind. Die übrigen wollen wir in den nächsten Jahren sukzessive ersetzen. Gleiches gilt für Neukäufe. Ausnahmen werden nur noch bei Spezialfahrzeugen gemacht, die am Markt noch nicht in einer elektrischen Version verfügbar sind.

Was bedeutet die neue Klimastrategie für die EWO Kunden?
Direkt hat sie für unsere Kunden keine Auswirkungen. Der Strompreis wird sich deswegen beispielsweise nicht erhöhen. Aber natürlich bauen wir im Rahmen dieser Strategie unser Knowhow im Bereich Nachhaltigkeit aus. Davon werden auch unsere Kunden profitieren.

Artikel fachlich geprüft von
Thomas Baumgartner, Vorsitzender der Geschäftsleitung,
am 29. November 2021

EWO Klimastrategie: Der Weg zur Klimaneutralität

EWO Klimastrategie

Mit seiner Klimastrategie hat sich das EWO 2021 zum Ziel gesetzt, die eigenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und bis 2028 klimaneutral zu werden. Damit will das Unternehmen Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft in Obwalden leisten.

Blick vom Giswilerstock auf den Sarnersee und die umliegende Berglandschaft in Obwalden.

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